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Rubrik: Presse  

2 Presseartikel zum Hungerstreik und den Suizidversuchen im Abschiebeknast und den Umgang damit

Berlin-Köpenick, 26.02.2003

Initiativen kritisieren Situation in Abschiebe-Haft

Nach mehr als vier Wochen Hungerstreik von Gefangenen hätten sich die Bedingungen im Abschiebegefängnis Köpenick nicht verbessert, erklärten die "Antirassistische Initiative" sowie die "Initiative gegen Abschiebehaft Berlin". Zusagen zur Verbesserung der Haftbedingungen seien nicht umgesetzt worden. Unter den Gefangenen seien Kranke, Suizidgefährdete, Schwangere, Behinderte und Minderjährige, die haftunfähig seien.

Berliner Zeitung

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Köpenick: Weitere Suizidversuche

Die Reihe der Selbsttötungsversuche in der Abschiebehaftanstalt Köpenick reißt nicht ab. In der Nacht zum Dienstag habe ein 26-jähriger Russe versucht, sich durch Erhängen das Leben zu nehmen, bestätigte eine Polizeisprecherin gestern. Er befinde sich in ärztlicher Beobachtung, sagte Anstaltsleiter Bernd Janke. Der Russe sei der 24. Häftling, der seit dem 12. Januar einen Selbsttötungsversuch unternahm. Erst am 23. Februar hätten ein Algerier, ein Türke und ein Moldawier versucht, sich das Leben zu nehmen, bestätigte Janke. Angesichts dieser Häufung hat der Flüchtlingsrat Berlin-Brandenburg seine Kritik an Innensenator Ehrhart Körting (SPD) erneuert. "Dass die Häftlinge zu solchen Mitteln greifen, zeigt den hohen psychischen Druck, den die lange Haftdauer erzeugt", meinte Jens-Uwe Thomas vom Flüchtlingsrat. Bald sollen die Bedingungen für die 325 Inhaftierten erleichtert werden, sagte eine Polizeisprecherin. Mit der Demontage der Trennscheiben in den Besucherräumen werde jetzt begonnen."

taz Berlin lokal Nr. 6990

Berliner Zeitung, taz Berlin

05.03.2003 www.abschiebehaft.de
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