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Rubrik: Presse  

Hungerstreik im Abschiebegefängnis Grünau/Köpenick wiederaufgenommen

Berlin-Köpenick, 10.02.2003

Heute, am 10.02.03, sind erneut über 60 Häftlinge des Abschiebegefängnisses Grünau/Köpenick in den Hungerstreik getreten. Damit knüpfen sie an den Hungerstreik an, der am 20.01.03 begonnen hatte.

Nachdem von Seiten der Gefängnisleitung und des Innensenators Körting Verbesserungen zugesagt wurden, hatte der grösste Teil der Hungerstreikenden ihre Aktion nach einigen Tagen unterbrochen. Nun - 3 Wochen später- sind weder die Forderungen der Hungerstreikenden erfüllt noch die zugesagten Verbesserungen umgesetzt. Deshalb wurde der Hungerstreik heute wieder aufgenommen, verbunden mit folgenden Forderungen:

* VERKÜRZTE BEARBEITUNGSZEITEN
* GEGEN DIE LANGE HAFTDAUER
* MEDIZINISCHE VERSORGUNG
* STOP DER SCHLECHTEN BEHANDLUNG DURCH DAS GEFÄNGNISPERSONAL

Die Hungerstreikenden weisen darauf hin, dass sich schon viele Gefängnisinsassen aufgrund der inhumanen Bedingungen selbst verletzt haben. Aus Protest gegen ihre verzweifelte Lage kündigen sie an, dass sie sich auch in Zukunft selbst verletzen werden.


Sechs Gefangene hatten den Hungerstreik nicht ausgesetzt und zum Teil schon vor dem 20.01. begonnen. Sie befinden sich jetzt im 22., 23., 25. und im 40. Tag im Hungerstreik. Einer verletzte sich zudem selbst und befindet sich seit einigen Tagen im Krankenhaus. Auch der Gesundheitszustand der anderen fünf ist sehr besorgniserregend.

Antirassistische Initiative

13.02.2003 www.abschiebehaft.de
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