Startseite | Suche | Intern
Gruppen | Aktion | Material | Presse | Jura
Rubrik: Material  

Offizielle Stellungnahme der Lufthansa zum Transport von Abschüblingen

BRD, 16.06.1999

Lufthansa lehnt Abschiebungen gegen den Widerstand der Betroffenen grundsätzlich ab und befördert sie seit Juni 1999 nicht mehr.

Trotz ihrer gesetzlichen Beförderungspflicht kann Lufthansa Passagiere vom Flug ausschließen, wenn unter anderem zu befürchten ist, dass sie aufgrund ihres Verhaltens oder Zustands eine Gefährdung der Sicherheit und Ordnung an Bord darstellen, sich oder andere gefährden, oder wenn ein solcher Transport eine unzumutbare Belastung für die anderen Passagiere darstellt.

Aufgrund der Erfahrungen in jüngerer Zeit prüft Lufthansa die Prognosen der Behörden über die Gewaltbereitschaft von Deportees sehr kritisch. Im Zweifel verweigert Lufthansa den Transport, um das Risiko einer unzumutbaren Belastung für Passagiere und Crews auszuschließen. Bislang ist das in mehr als 200 Fällen geschehen. Diese Position hat der Vorstand bereits bei der Hauptversammlung in Köln am 16. Juni 1999 der Öffentlichkeit mitgeteilt.

Passagiere, die mit Lufthansa illegal nach Deutschland eingereist sind, und auf Kosten der Fluggesellschaft in ihr Heimatland zurückkehren müssen, tun dies zu rund 90 Prozent unbegleitet und ohne irgendein Aufsehen zu erregen. Die restlichen, gewaltbereiten so genannten Inadmissibles reisen nicht mehr an Bord von Lufthansa-Flugzeugen.

Eine genaue Gesamtzahl der beförderten Deportees existiert nicht, da die Buchungsdaten nach 24 Stunden automatisch gelöscht werden.

Deutsche Lufthansa AG Konzernkommunikation
Tel.: 069/696-2999
Fax: 069/696-6818

Deutsche Lufthansa AG

03.09.2002 www.abschiebehaft.de
Startseite | Suche | Intern
Gruppen | Aktion | Material | Presse | Jura