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Rubrik: Material  

Abschiebung verhindert- Widerstand lohnt sich!

München, 09.08.2001

Über 1 Jahr sass der kongolesische Flüchtling Ricky Moanda Boko, Aktivist der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen und der kongolesischen Oppositionsgruppe Condor e.V., in München in Abschiebehaft. Mehreremale konnte er seine Abschiebung stoppen, indem er sich wehrte. Vor zwei Wochen wollte das Landratsamt München ihn erneut mit einem Flieger der niederländischen KLM abschieben lassen. Auf Initiative der Münchner Gruppe der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen und von Condor e.V. wurde die KLM unter Druck gesetzt: Es wurden von AktivistInnen aus der BRD und aus den Niederlanden Protestfaxe an die KLM geschickt, die Presse wurde eingeschaltet und es wurde öffentlich dazu aufgerufen, am Flughafen Widerstand gegen die Abschiebung von Ricky zu leisten. Die KLM machte schliesslich unmittlerbar vor der geplanten Abschiebung einen Rückzieher und stornierte die Abschiebung. Ricky ist seit Mittwoch, den 8. August wieder frei, da er als "nicht abschiebbar" gilt!
Dies ist ein Erfolg für Ricky, für die Karawane und für alle UnterstützerInnen, ein Erfolg, der auch anderen Flüchtlingen zeigt, dass Widerstand selbst unter extremen Bedingungen wie Abschiebehaft möglich ist und sich lohnt!
Ein Erfolg, der nicht zuletzt dadurch möglich war, dass die KLM und andere Fluggesellschaften, die am Geschäft mit Abschiebungen verdienen (z.B. Lufthansa!), seit Monaten durch phantasievolle Aktionen antirassistischer AktivistInnen massiv unter Druck gesetzt werden.

Desahlb: Weiter so! Stop Deportation, smash fortress Europe!

Weitere Infos über Aktivitäten der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen unter: http://www.humanrights.de

Clandestino

02.02.2002 www.abschiebehaft.de
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