AK Asyl der Nürnberger InnenstadtgemeindenNürnberg, 01.07.2001
Der Arbeitskreis Asyl der Nürnberger Innenstadtgemeinden wurde im Oktober
1991 gegründet. Anfangs wurde er getragen von den sieben Nürnberger
Innenstadtgemeinden (St.Elisabeth, Unsere Liebe Frau, römisch-katholisch;
St.Martha, evangelisch-reformiert; St.Egidien, St.Jakob, St.Lorenz, und
St.Sebald, evangelisch-lutherisch). In der Zwischenzeit kommen Mitglieder des
AK Asyl auch aus weiteren Gemeinden und Institutionen (z.B. Evangelische
Studentengemeinde oder CVJM Nürnberg).
Schwerpunkte der Arbeit sind direkte Kontakte zu Flüchtlingen und
Abschiebehäftlingen in Nürnberg und Öffentlichkeitsarbeit.
Der AK Asyl hat die Kinder in Flüchtlingslagern betreut, mit
Hausaufgabenhilfe, Nachhilfe und Spielstunde, zunächst im
innerstädtischen Augustinerhof bis zu dessen Auflösung, danach in der
Kunigundenstraße.
Seit 1995 besuchen Mitglieder mehrmals in der Woche Abschiebehäftlinge in
den Nürnberger Justizvollzugsanstalten und monatlich im Bayreuther
Gefängnis. Es werden Kontakte zu Rechtsanwälten vermittelt oder
verbessert, sowie seit 2000 auch zweimal je Woche einzelne Gruppenangebote
durchgeführt. Seit 1999 treffen sich vierteljährlich die Betreuer von
Abschiebehäftlingen des AK Asyl, der Freien Flüchtlingsstadt
Nürnberg, des Psychosozialen Zentrums des Diakonischen Werkes Bayern, und
einiger Berater der Nürnberger Justizvollzugsanstalten zum
Erfahrungsaustausch und zur Besprechung von Maßnahmen zur Verbesserung
des Haftalltags.
Seit 1997 arbeitet die Initiative Aus Erster Hand unter dem Dach des AK
Asyl. Sie bemüht sich um die aktive In -tegration von Flüchtlingen in
das Stadtteil- und Gemeindeleben Nürnbergs. Im Kampf gegen Ausgrenzung,
Diskri -minierung und Rassismus wirbt sie für Akzeptanz und
Verständnis, vermittelt Flüchtlinge als kompetente Fach -referenten
an interessierte Gruppen und das Bildungszentrum (Volkshochschule), und
vermittelt Künstler unter den Flüchtlingen zur Gestaltung von
Ausstellungen. Es geht dieser Initiative darum, daß Fachleute nicht erst
aus dem Ausland schwierig eingeladen werden müssen, sondern daß
viele als Flüchtlinge bereits mitten unter uns leben. Im November 1997
wurde diese Arbeit mit der Verleihung des Multikulturellen Preises des
Ausländerbeirates der Stadt Nürnberg ausgezeichnet.
In der Öffentlichkeitsarbeit wurden Zeitungsinterviews durchgeführt,
Artikel für eigene Informationsstände und Kirchenboten geschrieben,
Veranstaltungen und Tagungen zum 50-jährigen Jubiläum der Allgemeinen
Erklärung der Menschenrechte, zum 60-jährigen Jubiläum der
Reichsprogromnacht, zur Situation unbegleiteter minderjähriger
Flüchtlinge, und zum Kirchenasyl in Bayern mitgestaltet.
Die Arbeit wird finanziert aus Beiträgen der Nürnberger
Innenstadtgemeinden, dem Dekanat und Einzelspenden. Spenden sind steuerlich
absetzbar.
Telefon (Pfarramt St.Sebald): 0911-214-2500
Fax (Pfarramt St.Sebald): 0911-214-2515
Tel. (Diakon Florian Kühling, Eckstein): 0911-214-2520
Fax (Diakon Florian Kühling, Eckstein): 0911-214-2521
Konto 900222 BLZ 76060561 bei Accredobank
AK Asyl der Nürnberger Innenstadtgemeinden
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