Rage against AbschiebungMünchen, 01.10.2004 Auch dieses Jahr findet wieder das über Münchens Grenzen hinaus bekannte Rage against Abschiebung statt. Am 1.10.2004 werden zahlreiche bekannte KünstlerInnen und lokale Subkulturgrößen unentgeltlich die Bühnen des Feierwerk rocken, um so auf die prekäre Situation von Flüchtlingen in Deutschland aufmerksam zu machen und die Flüchtlingsaarbeit finanziell zu unterstützen. Im Zuge der Medienkampagne gegen rassistische Gewalt rückte die Ausgrenzung und Abschiebung von Flüchtlingen und MigrantInnen in das Blickfeld.
Mittels Konzerten, Kino, Videoinstallationen und Plakatausstellungen richtet sich das Festival gegen Ausländerfeindlichkeit, Rassismus und gegen Abschiebungen.
Das Rage against Abschiebung wurde eines der größten Festivals gegen rassistische Gewalt im süddeutschen Raum. Mit den Einnahmen wird eine kontinuierliche antirassistische Arbeit finanziert.
Das Rage findet in diesem Jahr zum sechsten Mal statt. Bei den bisherigen Veranstaltungen, die im alten Backstage stattfanden, sorgten im Schnitt etwa 1400 zahlende BesucherInnen für einen Erlös von jeweils etwa 5000 Euro, der direkt in die Flüchtlingsarbeit einfloss. Zudem war das Festival meist an eine politische Aktion geknüpft. So fanden im Rahmen des Festivals Demonstrationen zum Flughafen, Seminare zu Flüchtlingsthemen, und ein Demozug nach Wolfratshausen (Wohnort unseres Ministerpräsidenten) statt. Durch gezielte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit konnten wir zudem auch auf die Arbeit und die inhaltlichen Anliegen des Bayerischen Flüchtlingsrates und der Karawane aufmerksam machen.
Die Idee
Entstanden ist die Idee zum Rage, als wir dringend Geld benötigten, um im Fall einer besonders dramatischen Abschiebung zu intervenieren. Seitdem versuchen wir immer wieder mit diesem Festival für das Thema „Abschottung, Abschiebung und Rassismus“ eine breite Öffentlichkeit zu erreichen. Nebenbei versuchen wir möglichst viel Geld für unsere Arbeit zu erwirtschaften. Asylarbeit muss frech und unbequem sein und dazu muss sie weitest gehend unabhängig sein. Deshalb hat sich das Rage zu einer wichtigen Finanzgrundlage entwickelt. Sämtliche Bands verzichten auf ihre Gage und die vielen HelferInnen arbeiten alle ehrenamtlich. Ziel des Rage ist es auch, ein anspruchsvolles Musik-Programm mit unseren Inhalten zu verknüpfen. Gefreut hat uns, dass 2001 in Hamburg, in Anlehnung an unsere Veranstaltung, ebenfalls ein Rage-against-Abschiebung-Festival stattgefunden hat.
Termin: 1. 10. 2004, Feierwerk, Hansastr. 39-41
(U4/5 Heimeranplatz / Bus 31 Hansapark)
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Programm:
Orange-House:
19.00 Uhr:
Just do it! - Anstiftungen zur Intervention
Sampler-Release_Rage against Abschiebung
Hansa 39:
20.30 Uhr
kitty empire_stubenlärm_augsburg
hellfire_kuscheln_münchen
valina_studentenfutter_linz
express brass band _blechlawine_münchen
austrofred_wahnsinn_wien
Kranhalle:
21.00 Uhr
lion den 63_dubshower_münchen
enik_platinenpop_münchen
funkstörung_knöpfchenbrumbrum_rosenheim
angie reed_sekretärinnenpop_berlin
mistakeman_generationlidl_münchen
anschließend:
acid_maria_berlin, dis*ka_münchen (DJ-ing)
highflyer_münchen (visuals)
Sunny Red - Anti Manifesto:
22.00 Uhr
fist in face_verbalgeprügel_münchen
fehlfunktionskontrolle_deprischlömdipöm_münchen
Freigelände:
Infomarkt, Nachtbiergarten, Gegrilltes, Videoinstallationen uvm. Bayerischer Flüchtlingsrat
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