Bericht Knastdemo am 8.12. in HannoverHannover, 10.12.2001 Zwischen 300 und 350 Leute kamen zur Demo in Hannover. Anlass der Demo vom Flughafen Langenhagen (Auftaktkundgebung) zum letztes Jahr eröffneten Abschiebeknast war der 1. Todestag des 17-jährigen Tamilen Arumugasamy Subramaniam, der sich durch Suizid der drohenden Abschiebung entzogen hat.
Als wir am Knast ankamen um Grußworte zu verlesen, merkten wir sofort, dass keine Gefangenen an den Fenstern erschienen. Trotzdem wurden die Grußworte sowie einige Reden verlesen. Den Abschluss bildete das Anbringen einer Gedenktafel am Zaun des Knasts (diese wurde aber schnell wieder entfernt).
Einige (30-40) Demonstranten schafften es, die Rückseite des Abschiebeknasts zu erreichen. Sie konnten so mit den Inhaftierten Kontakt aufnehmen und erfuhren dabei, dass den Inhaftierten von der Lagerleitung erzählt wurde, bei uns Demonstranten handle es sich um Neo-Nazis, die für ihre Abschiebung demonstrieren. Obwohl es vor der Demo Kontakt in den Knast gab, glaubte ein Teil der Inhaftierten dieser Täuschung. Auf diesem Weg konnte der Grund unseres Daseins aber noch klargestellt und einige Informationen aus dem Knast herausgebracht werden.
Nach einigen kleinen Rangeleien am Zaun mit der Polizei ging es dann zurück zum Flughafen, wo die Aktion ohne größeren Stress beendet wurde. Demo-TeilnehmerIn
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