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Rubrik: Aktion  

Pressemitteilung: Demonstration gegen Abschiebegefängnis Ingelheim

Ingelheim, 12.07.2003

Die AKTION 3.WELT Saar spricht sich für eine Schließung des Abschiebe-gefängnisses in Ingelheim bei Mainz aus. Es ist zur Zeit das gemeinsame Abschiebegefängnis von Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Mit ihren 5 Meter hohen Mauern bringt es ein in Beton gegossenes Festungsdenken zum Ausdruck. Um dieser Kritik Nachdruck zu verleihen, findet am Samstag, dem 12. Juli, eine Demonstration in Ingelheim statt; Treffpunkt ist um 14 Uhr am Bahnhof. Zu der Demonstration unter dem Motto "Keine Festung Europa" rufen über 30 verschiedene Gruppen auf, darunter der AK Asyl Rheinland-Pfalz, die Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier, das Multikulturelle Zentrum Trier, der Saarländische Flüchtlingsrat, die AKTION 3.WELT Saar.

Die in Ingelheim gefangenen Flüchtlinge haben kein Verbrechen begangen, sondern nur in Deutschland Schutz vor Verfolgung gesucht. Nach Auffassung der AKTION 3.WELT Saar leidet die Asyldiskussion unter einer Reduzierung auf die Frage, ob Flüchtlinge der deutschen Wirtschaft nützen oder nicht. Priorität muß dagegen der Schutz von Flüchtlingen sein, egal wie gut sie am PC sind. Flüchtlingen dürfen nicht als Humankapital und Rohstoff betrachtet werden.

Statt mit einem Abschiebegefängnis Flüchtlinge zu bekämpfen, sollten nach Auffassung der AKTION 3.WELT Saar besser die Fluchtursachen bekämpft werden. Solange die Bundesrepublik auch international die neoliberale Globalisierung unterstützt, müssen Menschen aufgrund von Hunger und Armut ihre Heimat verlassen. Auch mit der Lieferung von Rüstungsgütern produziert die Bundesrepublik Fluchtursachen. Der bundesdeutsche Einsatz für neoliberale Wirtschaftsmodelle in anderen Ländern führt dort zu mehr Armut und damit zur Flucht von Menschen.

AKTION 3.WELT Saar

22.07.2003 www.abschiebehaft.de
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