Presseerklärung im Nachfeld: Demo in Ingelheim mit 600 TeilnehmerInnenIngelheim, 29.06.2002 Ein Demonstrationszug, dem sich 600 Menschen angeschlossen hatten zog gestern durch die Rheinland - pfälzische Kreisstadt Ingelheim, um gegen den außerhalb gelegenen Abschiebekomplex zu demonstrieren. Gleich zu Beginn sorgte die Polizei, vertreten durch den Oberpolizeirat Zahn, für eine außerordentliche Überraschung: ein wesentlicher Teil der genehmigten Demonstrationsroute, der an den fünf Meter hohen Mauern des Abschiebegefängnisses entlang führen sollte, war polizeilich abgesperrt.
Eine Begründung dieser Maßnahme wurde der Demonstrationsleitung verweigert, was für einige Verstimmung sorgte.
Trotzdem zog die bunte Schar friedlich durch die Stadt, um die Kultur des Schweigens über die Situation von Flüchtlingen zu durchbrechen. In verschiedenen Redebeiträgen wurde immer wieder die menschenunwürdige Praxis der Asylpolitik thematisiert und darauf hingewiesen, dass die Fluchtursachen und nicht die Flüchtlinge zu bekämpfen seien.
Vor der Kreisverwaltung, in der auch die Ausländerbehörde untergebracht ist, kam es zu einem Zwischenfall, der MitdemonstrantInnen und Polizei gleichermaßen überraschte: etliche vermummte Demonstranten rannten auf den Haupteingang zu und schleuderten 9 schwarz - rote Farbbeutel auf die Fassade. Zu Ingewahrsamnahmen oder gar Festnahmen kam es deshalb jedoch nicht.
Ohne weitere Zwischenfälle bewegte sich der Demonstrationszug dann zum Abschiebekomplex, wo er sich nach den beiden letzten Redebeiträgen friedlich auflöste. "Wir freuen uns sehr, dass so sich so viele Menschen in Ingelheim für die Rechte der Flüchtlinge eingesetzt haben und dass sich die Zahl der TeilnehmerInnen zum fünften Mal in Folge wieder gesteigert hat", so die Pressesprecherin des Vorbereitungskreises. Ingelheim-Demo-Vorbereitungsbündnis
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