Autonomer Aufruf zur Demo in IngelheimIngelheim, 28.04.2001 Alternativer Aufruf zur Demo gegen die Inbetriebnahme des Abschiebeknastes auf dem Gelände der LURP in Ingelheim am 28.04.2001 NAZIS MORDEN, DER STAAT SCHIEBT AB...
Von 1993 bis 2000 sind mind. 239 Menschen in den Mühlen der bundesdeutschen Abschiebe- und Abschottungsmaschinerie ums Leben gekommen. Das sind mehr Menschen als von RassistInnen seit 1990 ermordet wurden! Aus Angst vor Abschiebung nahmen sich allein 92 Menschen das Leben. Abschiebeknäste sind logische Konsequenz der Auswahl von menschen nach wirtschaftlichen Nützlichkeitserwägungen. In Ingelheim wird ein Abschiebeknast für 150 Menschen eröffnet: Ein Hochsicherheitsgefängnis mit 23 Stunden Einschluss und einem 10 mal 10 m großen Gitterkäfig für eine Stunde Ausgang. Mit dieser Einrichtung ist der Abschiebekomplex Ingelheim komplett, denn es besteht schon ein sog. 'Ausreisezentrum', das angeblich die humane Alternative zur Abschiebehaft darstellt, in Wahrheit aber Menschen zur "freiwilligen" Ausreise oder in die Illegalität zwingt.
Der Festung Europa und der ausschließlich mit Argumenten der "Standortsicherung" geführten Debatte um ein Einwanderungsgesetz,
setzen wir unsere Forderung nach einem Stopp aller Abschiebungen und offenen Grenzen und Bewegungsfreiheit für alle Menschen entgegen.
Offene Grenzen sind ein notwendiger Schritt zur konsequenten Bekämpfung aller Fluchtursachen, Bewegungsfreiheit ist ein Menschenrecht!
DEMONSTRATION:
KEIN ABSCHIEBEKNAST IN INGELHEIM UND ANDERSWO!
GRENZEN AUF FÜR ALLE!
Samstag, 28.04.01/12:00 Uhr/Bahnhof Ingelheim Aktion Kein Abschiebkomplex Ingelheim (AkAI)
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